Nahrstoffen

Inhaltsstoffe
Süßstoff(Steviolglykoside)
Steviosid, Dulcosid A, Rebaudioside A und C
Flavonoide
Rutin, Nicotinsäure
Mineralstoffe
Ca , Mg , K , P , Zn , Fe
Spurenelemente
Co, Mn, Si, Se
Vitamine
Vitamin C, A, P, E, B1, B2 Folsäure

Vorteile

  • Wissenschaftliche Studien ergaben neben einer antimikrobiellen Wirkung, dass die Süßstoffe von Stevia den Blutdruck und Blutzuckerspiegel senken und die Gefäße erweitern.
  • Sie haben keine Kalorien, sind geeignet für Diabetiker, verhindern die Entstehung von Zahnbelag und besitzen eine im Vergleich zu Haushaltszucker 300-fach höhere Süßwirkung.
  • Die Süßkraft der getrockneten Blätter ist 15 bis 30 -fach stärker als Haushaltszucker.
  • Steviolglykoside, auch Diterpenglykoside genannt, sind wasserlöslich und können ohne Lösungsmittel gewonnen und eingesetzt werden.
  • Bei zu hoher Dosierung kann die Süßwirkung in einen bitteren Geschmack umschlagen. Es gibt jedoch mittlerweile enzymatisch modifizierte Stevioside, bei denen dies nicht mehr der Fall ist.
  • Der Überlieferung brasilianischer und paraguayanischer Tradition nach kann Stevia auch medizinisch zur Stärkung des Herzens, gegen Übergewicht (->Zuckerersatz), Bluthochdruck und Sodbrennen verwendet werden.
  • Eine Zubereitung aus fermentierten Blättern zeigt eine stark antioxidative Wirkung.
Verwendung
  • Wegen der Zahnfreundlichkeit wird Steviaextrakt immer öfter in Zahnpasta verwendet. Zulassungstechnisch ist das kein Problem, da Zahnpasta nicht zu den Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln gehört.
  • Da die Stevioside den Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen, verursachen sie keinen Heißhunger oder Zuckerabhängigkeit. Sie sind deshalb besonders gut für Süßigkeiten für Kinder geeignet.
  • Auch zum Backen können sie verwendet werden. Die Stoffe sind bis 200° C Hitze stabil.
  • Fructose ist ein Bestandteil vieler Produkte für Diabetiker. Dieser Stoff wird wesentlich schneller in Körperfett verstoffwechselt als Glucose und kann dadurch bei langwierigem Verzehr zu Übergewicht führen. Stevia wäre hier eine gute Alternative.
  • In allen Rezepten (Koch- und Backbücher für Diabetiker) bei denen ein Süßstoff wie z.B. Aspartam aufgeführt wird, kann ersatzweise Steviolglykosid verwendet werden.
Geschichte

In Paraguay und Brasilien wird Stevia von der Bevölkerung schon seit Jahrhunderten als Süßstoff und Medizin verwendet. Die Guaraní-Indianer bezeichnen das Süßkraut als ka’a he’ê und mischen es mit Matetee. Im 16. Jahrhundert lernten die Europäer über spanische Konquistadoren die Pflanze und ihre Süßwirkung kennen.

1987 wurden in Japan ca. 700 t Steviablätter verbraucht. Die Tendenz ist mit Sicherheit bis heute stark angestiegen. 1969 verbot die japanische Regierung synthetische Süßstoffe, woraufhin dort der Verbrauch von Stevia extrem anstieg und inzwischen einen Marktanteil von über 40% hat.

Eine ausführliche Untersuchung hinsichtlich der Inhaltsstoffe der Pflanze fand in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts statt.

2004 und 2007 hat die JECFA, eine Arbeitsgruppe der WHO, die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Stevia rebaudiana und den daraus hergestellten Auszügen bestätigt.

Oktober 2008: Steviolglykoside werden auf dem australischen Kontinent als natürlicher Süßstoff in Lebensmittel und Getränken zugelassen.

17. Dezember 2008: Steviolglykoside sind von der Amerikanischen Food and Drug Administration, FDA als gesundheitlich unbedenklich eingestuft worden. Dies gilt jedoch nicht für die Blätter.

2009 sind Stevia und ihre Wirkstoffe in Deutschland leider immer noch nicht als Nahrungsmittel zugelassen. Stevia ist in Europa erst seit Ende 2011 zugelassen.

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